Ein NAS (Network Attached Storage) ist die ideale Lösung für alle, die ihre Daten zentral speichern, sichern und im Heim- oder Firmennetzwerk verfügbar machen möchten – unabhängig vom jeweiligen Gerät oder Betriebssystem. Ob für Backups, Medienstreaming oder Zusammenarbeit: Hier finden Sie fundiertes Wissen und empfehlenswerte Geräte sowie passende NAS-Festplatten für zuverlässigen Dauerbetrieb.
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NAS-Systeme: Zentrale Datenspeicer im Heimnetzwerk & Büro (aufklappen)
Was ist ein NAS?
Ein NAS ist ein eigenständiger, netzwerkfähiger Datenspeicher, der sich über LAN (seltener WLAN) in das lokale Netzwerk integrieren lässt. Anders als externe USB-Festplatten arbeitet ein NAS autark mit eigenem Prozessor, Arbeitsspeicher und einem spezialisierten Betriebssystem. Es stellt zentralen Speicherplatz bereit, auf den mehrere Benutzer gleichzeitig zugreifen können – im lokalen Netzwerk oder über das Internet. Dadurch ersetzt es klassische Dateiserver, USB-Sticks, externe Festplatten und Cloud-Dienste durch eine lokal kontrollierte Lösung.
Typische Funktionen von NAS-Geräten
- Automatische und geplante Datensicherungen für Windows, macOS und Linux
- Multimedia-Server mit DLNA, Plex, Audio Station oder Video Station
- Private Cloud-Funktionen mit Webzugriff, Apps und Synchronisation (ähnlich Dropbox/Google Drive)
- RAID-Verbund zur Erhöhung von Datensicherheit und Ausfallschutz
- Snapshot-Technologie zur Wiederherstellung gelöschter oder beschädigter Dateien
- Docker, Webserver, Mailserver, Virtualisierung, Surveillance Station (IP-Kameras)
- Zugriffssteuerung mit Benutzer- und Gruppenverwaltung, Quotas, Protokollierung
Datensicherheit & RAID: Redundanz statt Risiko
Ein entscheidender Vorteil eines NAS ist die Möglichkeit, mehrere Festplatten in einem RAID-Verbund zu betreiben, um die Verfügbarkeit und Sicherheit der gespeicherten Daten zu erhöhen. Die gängigsten Varianten sind:
- RAID 0 (Striping): Schneller, aber ohne Redundanz – bei Ausfall einer Platte sind alle Daten verloren.
- RAID 1 (Mirroring): Alle Daten werden auf zwei Festplatten gespiegelt – hohe Sicherheit, aber nur 50 % nutzbarer Speicher.
- RAID 5: Verteilung von Daten + Paritätsinformationen auf mindestens 3 Platten – bietet Redundanz bei guter Speicherausnutzung.
- RAID 6: Wie RAID 5, aber mit doppelter Parität – auch zwei Platten dürfen gleichzeitig ausfallen.
- RAID 10: Kombination aus RAID 1 + 0 – hohe Leistung und Sicherheit bei 4 oder mehr Platten.
Ein besonderes Merkmal vieler Synology-NAS-Geräte ist SHR (Synology Hybrid RAID). SHR erlaubt die Kombination unterschiedlich großer Festplatten und passt die Redundanz automatisch an. Das System erkennt, welche RAID-Variante optimal zur aktuellen Konfiguration passt. Dies ist besonders für Einsteiger hilfreich, die nicht mit klassischen RAID-Levels vertraut sind. SHR ermöglicht spätere Erweiterung des Volumes durch größere Platten, ohne dass alle Festplatten gleich groß sein müssen.
Wichtig: Ein RAID ersetzt kein echtes Backup! Ein NAS sollte immer zusätzlich per USB, Cloud-Synchronisation oder zweites NAS gesichert werden.
Kaufberatung: Worauf beim NAS achten?
- Bay-Anzahl: 2-Bay-NAS für Heimanwender; 4+ Bays für anspruchsvolle Nutzer oder RAID 5/6
- LAN-Anbindung: Gigabit-Ethernet Standard, empfehlenswert sind 2.5G/5G/10G LAN bei großen Datenmengen
- Prozessor & RAM: Intel Celeron, Atom, Ryzen oder ARM je nach Nutzungsszenario; mind. 2 GB RAM, ideal 4–8 GB
- RAID-Funktion: Unterstützung für RAID 0/1/5/6/10 oder SHR (bei Synology)
- SSD-Caching: Für häufig genutzte Daten per M.2 NVMe-Slot (deutlich beschleunigter Zugriff)
- Erweiterung: USB 3.2, eSATA, PCIe für 10Gbit-Adapter oder Zusatz-Speicher
- Lautstärke: Leise Modelle (z. B. mit lüfterloser Kühlung oder Silent-Mode) bei Einsatz in Wohnräumen
- Software-Support: Gute Betriebssysteme bieten App-Stores, Sicherheitsupdates, Benutzerfreundlichkeit (z. B. Synology DSM, QNAP QTS)
Ein gut konfiguriertes NAS kann zentrale Backup-Station, Medienzentrale, private Cloud, Webserver und Collaboration-Plattform zugleich sein – mit voller Datenhoheit.
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Speziell für NAS-Systeme entwickelte Festplatten
Für den Dauerbetrieb in NAS-Systemen sind spezielle NAS-HDDs notwendig. Sie bieten höhere Zuverlässigkeit, vibrationsarme Lagertechnik, Error Recovery Controls und sind auf den Einsatz im RAID-Verbund optimiert. Im Gegensatz zu Desktop-Festplatten sind sie auf 24/7-Dauerlast ausgelegt und halten mehr gleichzeitige Zugriffe aus.
- Empfohlene Serien: WD Red Plus, WD Red Pro, Seagate IronWolf/Pro, Toshiba N300
- Stabil bei Vibration in Multi-Bay-Gehäusen (z. B. durch Rotationsausgleichssensoren)
- TLER / ERC / NASware / AgileArray-Funktionen für RAID-Systeme
- MTBF-Werte bis zu 1 Million Stunden und Workload-Ratings bis 300 TB/Jahr
- Verfügbar mit CMR-Technik (nicht SMR!) – wichtig für zuverlässigen RAID-Betrieb
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