Was ist SMTP? E-Mail-Versand, Mailserver, Ports und typische Fehler verständlich erklärt

Im Mailprogramm ist die Nachricht fertig geschrieben, dann folgt der Klick auf „Senden“. Aus Nutzersicht wirkt das wie ein direkter Weg zum Empfänger. Technisch springt die E-Mail aber nicht vom Laptop oder Smartphone auf das Gerät der anderen Person. Sie wird über Mailserver übertragen, geprüft, weitergeleitet und schließlich in ein Postfach zugestellt.

SMTP ist dabei der zentrale Begriff für den Versandweg. Wer ein Mailkonto einrichtet, eine eigene Domain für E-Mail nutzt oder Fehlermeldungen wie „Authentifizierung fehlgeschlagen“ oder „Relay access denied“ sieht, stößt schnell auf SMTP-Server, Ports, TLS und weitere Einstellungen. Entscheidend ist vor allem die Trennung: SMTP versendet und leitet E-Mails weiter, während IMAP und POP3 für den Abruf beziehungsweise die Synchronisierung von Postfächern zuständig sind.

Was SMTP beim Klick auf „Senden“ tatsächlich macht

SMTP steht für Simple Mail Transfer Protocol und ist ein Protokoll für den Versand und die Weiterleitung von E-Mails. Es beschreibt also nicht den Zugriff auf ein Postfach, sondern den Transport einer Nachricht: vom Mailprogramm zum ausgehenden Mailserver und von dort weiter in Richtung des Zielsystems.

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Beim Senden übergibt das Mailprogramm die Nachricht an den SMTP-Server des Mailanbieters oder der eigenen Domain. Dieser Server nimmt die Nachricht nur dann an, wenn die Konfiguration passt und der Versand erlaubt ist. Danach versucht er, die Nachricht an den zuständigen Server der Empfängerdomain weiterzugeben oder sie für einen späteren Zustellversuch in eine Warteschlange zu legen.

Ein einfaches Bild hilft: Das Mailprogramm wirft die Nachricht nicht direkt in das Postfach des Empfängers. Es gibt sie an eine technische Versandstelle ab. Diese Versandstelle prüft, ob sie die Nachricht annehmen darf, sucht den nächsten sinnvollen Weg und versucht die Zustellung. Wenn auf diesem Weg etwas scheitert, kann eine Rückmeldung entstehen, etwa eine Bounce-Nachricht.

Der wichtige Merksatz lautet: SMTP ist für Versand und Weiterleitung zuständig. Ob eine bereits eingegangene Nachricht im Postfach gelesen, synchronisiert oder heruntergeladen wird, ist eine andere Aufgabe und wird üblicherweise über IMAP oder POP3 gelöst.

SMTP, IMAP und POP3: Serverdaten, Ports, TLS und Relay richtig einordnen

Viele Mailprogramme fragen bei der Einrichtung nach getrennten Angaben für Posteingang und Postausgang. Das ist kein doppelter Aufwand ohne Grund, sondern folgt der technischen Aufabenteilung. Für den Postausgang wird SMTP verwendet. Für den Posteingang kommen meist IMAP oder POP3 zum Einsatz.

SMTP, IMAP und POP3 im Unterschied:

  • SMTP versendet E-Mails und leitet sie zwischen Mailservern weiter.
  • IMAP dient dem Abruf und der Synchronisierung eines Postfachs, sodass Nachrichten und Ordner auf mehreren Geräten konsistent angezeigt werden können.
  • POP3 dient ebenfalls dem Abruf von Nachrichten, ist aber stärker auf das Herunterladen aus dem Postfach ausgerichtet und synchronisiert typischerweise weniger umfassend als IMAP.

Diese Trennung ist besonders wichtig, wenn nur eine Richtung nicht funktioniert. Ein Mailkonto kann eingehende Nachrichten problemlos anzeigen, obwohl der Versand über SMTP fehlschlägt. Umgekehrt kann der Postausgang korrekt eingerichtet sein, während der Zugriff auf das Postfach über IMAP oder POP3 Probleme macht.

Der SMTP-Server ist der ausgehende Mailserver. Er nimmt Nachrichten vom Mailprogramm, von einer Anwendung oder von einem anderen Mailserver entgegen und leitet sie weiter. In den Kontoeinstellungen erscheint er häufig als Postausgangsserver.

Absenderadresse und Empfängeradresse steuern, unter welcher Adresse die Nachricht erscheint und wohin sie zugestellt werden soll. Sie sind aber allein noch kein Beweis für Berechtigung. Ein Server kann daher zusätzlich prüfen, ob das angemeldete Konto überhaupt mit dieser Absenderadresse senden darf.

Die Authentifizierung ist diese Anmeldung am ausgehenden Server. Das Mailprogramm weist sich mit Zugangsdaten oder einer vom Anbieter vorgesehenen Anmeldemethode aus. Ohne passende Authentifizierung lehnt ein SMTP-Server den Versand häufig ab, vor allem wenn er Nachrichten an fremde Domains weiterleiten soll.

Ein Port ist ein nummerierter Zugang zu einem Dienst auf einem Server. Er ist kein Sicherheitsmerkmal für sich allein. Entscheidend ist die Kombination aus Servername, Port, Authentifizierung und Verschlüsselung. Eine falsche Port-TLS-Kombination kann dazu führen, dass das Mailprogramm den Server nicht erreicht oder die Verbindung abgelehnt wird.

TLS-Verschlüsselung schützt die Verbindung während der Übertragung, etwa zwischen Mailprogramm und SMTP-Server. Je nach Anbieter wird dafür eine bestimmte Einstellung erwartet, zum Beispiel STARTTLS oder SSL/TLS. TLS macht die Verbindung vertraulicher, ersetzt aber nicht die Prüfung, ob Absender, Domain und Versandquelle zueinander passen.

Relay bedeutet, dass ein Mailserver eine Nachricht annimmt und an den nächsten Server oder weiter in Richtung Zielsystem leitet. Weil offene Weiterleitung für Spam missbraucht werden kann, erlauben seriöse Server Relay normalerweise nur mit passender Berechtigung, für eigene Domains oder in klar definierten technischen Zusammenhängen.

Nicht jede Nachricht wird sofort endgültig zugestellt oder abgewiesen. Ein Mailserver kann eine Nachricht in eine Warteschlange legen und später einen weiteren Zustellversuch unternehmen, wenn das Zielsystem vorübergehend nicht erreichbar ist. Scheitert die Zustellung endgültig oder lehnt ein System die Nachricht ab, kann eine Bounce-Nachricht zurückkommen. Ihr Text ist oft der wichtigste Hinweis auf die Ursache.

Bei SMTP-Ports gibt es eine verbreitete Praxis, aber keine starre globale Regel. Maßgeblich bleiben immer die Angaben des jeweiligen Mailanbieters oder der zuständigen Administration:

  • Port 25 wird häufig für die Server-zu-Server-Zustellung verwendet.
  • Port 587 wird häufig für authentifizierten Versand durch Mailprogramme genutzt.
  • Port 465 wird in vielen Konfigurationen für SMTPS verwendet.

Wenn ein Mailprogramm eingerichtet wird, sollte deshalb nicht geraten werden. Besser ist es, Servername, Port, Authentifizierung und TLS-Einstellung gemeinsam mit den Anbieterangaben zu vergleichen.

Wenn SMTP-Probleme auftreten: Identitätsprüfungen, Rückläufer und Spam-Ursachen

Nicht jedes Problem beim E-Mail-Versand entsteht an derselben Stelle. Manche Fehler treten bereits auf, bevor das Mailprogramm die Nachricht an den ausgehenden Server übergeben kann. Andere entstehen erst auf dem Transportweg zwischen Mailservern oder bei der endgültigen Annahme durch das Zielsystem. Wieder andere sind Zustellbarkeitsprobleme: Die Nachricht wird technisch angenommen, landet aber im Spamordner oder wird wegen mangelnder Vertrauenswürdigkeit schlechter bewertet.

Für die Einordnung ist deshalb wichtig, ob der Versand sofort scheitert, ob später eine Bounce-Nachricht zurückkommt oder ob die E-Mail zwar zugestellt wird, beim Empfänger aber nicht im regulären Posteingang erscheint. Eine falsche TLS-Einstellung ist ein anderes Problem als eine Empfängeradresse, die nicht existiert. Und eine korrekt versendete Nachricht kann dennoch durch Reputation, Domain-Einträge oder Inhaltsfilter beeinflusst werden.

SPF, DKIM und DMARC: Warum Identität beim Versand geprüft wird

Bei eigenen Domains, geschäftlichen E-Mail-Adressen und Newslettern tauchen drei Begriffe besonders häufig auf: SPF, DKIM und DMARC. Sie gehören nicht zur einfachen Frage, ob ein Mailprogramm den SMTP-Server erreicht. Sie helfen vielmehr Empfängersystemen dabei, die Herkunft und Berechtigung einer Nachricht einzuschätzen.

SPF beschreibt, welche Server im Namen einer Domain senden dürfen. Vereinfacht gesagt kann eine Domain damit veröffentlichen, welche Versandquellen für sie vorgesehen sind. DKIM signiert Nachrichten kryptografisch. Empfängersysteme können dadurch prüfen, ob eine Nachricht zur angegebenen Domain passt und ob relevante Teile der Nachricht unterwegs verändert wurden. DMARC legt Regeln für die Behandlung von Nachrichten fest, die SPF- und DKIM-Prüfungen nicht wie erwartet bestehen.

Diese Verfahren sind besonders relevant, wenn eine Domain über verschiedene Systeme versendet: etwa über ein normales Postfach, ein Newsletter-System, ein CRM oder einen externen Dienstleister. Korrekt gesetzte Einträge sind keine Garantie für Zustellung in den Posteingang, aber fehlende oder widersprüchliche Einträge können Zustellprobleme begünstigen. Bei Spamverdacht, Rückläufern oder schlechter Zustellbarkeit lohnt sich daher nicht nur der Blick auf SMTP-Zugangsdaten, sondern auch auf die Domain-Authentifizierung.

Typische SMTP- und Zustellprobleme richtig einordnen

Die folgende Tabelle ist bewusst aus der Nutzersicht aufgebaut. Sie beginnt mit dem, was sichtbar passiert: eine Fehlermeldung im Mailprogramm, ein Rückläufer, eine nicht auffindbare Nachricht oder ein Spamverdacht. Daraus lässt sich ableiten, ob zuerst die lokale Konfiguration, der Transport über Mailserver oder die Zustellbarkeit geprüft werden sollte.

Was Sie sehenWas oft dahinterstecktWorauf Sie zuerst schauen solltenWie es typischerweise weitergeht
Konfiguration: Das Mailprogramm meldet „Authentifizierung fehlgeschlagen“ oder fordert immer wieder ein Passwort an.Häufig stimmen Benutzername, Passwort oder die erlaubte Anmeldemethode nicht. Bei manchen Konten kann auch ein App-Passwort oder eine besondere Versandberechtigung erforderlich sein.Prüfen Sie Servername, vollständigen Benutzernamen, Passwort, gespeicherte Zugangsdaten und die Anbieterangaben zur Anmeldung am Postausgangsserver.Zugangsdaten korrigieren, alte gespeicherte Passwörter entfernen und bei Konten mit zusätzlicher Kontosicherheit die vorgesehenen Anmeldeverfahren des Anbieters verwenden.
Konfiguration: Der Versand scheitert sofort, obwohl Servername und Passwort korrekt wirken.Ein falscher Port kann die Verbindung verhindern. Port 25, 587 und 465 werden in der Praxis unterschiedlich genutzt; welche Einstellung passt, hängt vom Anbieter und der Serverkonfiguration ab.Vergleichen Sie die Portangabe mit den offiziellen Einstellungen des Mailanbieters. Achten Sie darauf, ob der Port zu der gewählten Verschlüsselungsart passt.Meist wird auf den vom Anbieter vorgesehenen Port für authentifizierten Versand umgestellt, häufig 587 oder in vielen Konfigurationen 465. Port 25 ist typischerweise eher für Server-zu-Server-Zustellung relevant.
Konfiguration: Das Mailprogramm meldet, dass TLS oder eine sichere Verbindung erforderlich ist.Der SMTP-Server akzeptiert die Übergabe der Nachricht oft nur über eine verschlüsselte Verbindung oder erwartet eine bestimmte TLS-Einstellung.Prüfen Sie, ob Verschlüsselung aktiviert ist und ob die Einstellung zur Anbieterbeschreibung passt. Je nach Programm wird zwischen STARTTLS, TLS oder SSL/TLS unterschieden.Die Verschlüsselungseinstellung wird an die Vorgaben des Anbieters angepasst. Wenn die Meldung bestehen bleibt, sollten Servername, Port und Zertifikatswarnungen gemeinsam betrachtet werden.
Konfiguration oder Berechtigung: Die Meldung enthält „Relay access denied“ oder sinngemäß „Weiterleitung nicht erlaubt“.Der Server lehnt die Weiterleitung ab, weil keine passende Berechtigung erkannt wird. Das passiert oft bei fehlender Anmeldung, falschem SMTP-Server oder dem Versuch, über einen Server ohne Erlaubnis für fremde Empfänger zu senden.Prüfen Sie, ob der Postausgangsserver zum verwendeten Konto gehört und ob Authentifizierung für den SMTP-Server aktiviert ist.Den korrekten SMTP-Server des Kontos verwenden, Anmeldung für den Postausgang aktivieren und bei eigener Serverumgebung die Relay-Regeln durch den Administrator prüfen lassen.
Transport: Die Nachricht bleibt eine Zeit lang ausstehend oder wird erst verzögert zurückgewiesen.Der sendende Mailserver konnte das Zielsystem möglicherweise nicht sofort erreichen oder erhält vorübergehend keine endgültige Annahme. Viele Systeme versuchen die Zustellung eine Zeit lang erneut.Lesen Sie den Text einer späteren Bounce-Nachricht sorgfältig. Entscheidend ist, ob der Fehler als vorübergehend oder endgültig beschrieben wird.Bei temporären Zustellproblemen kann ein erneuter Versuch automatisch erfolgen. Bei dauerhafter Ablehnung muss die konkrete Ursache aus dem Rückläufer geprüft werden.
Zustellung: Sie erhalten eine Bounce-Nachricht mit Hinweis auf ein volles Postfach.Das Problem liegt meist auf Empfängerseite. Das Zielpostfach kann keine weiteren Nachrichten annehmen, obwohl Ihre SMTP-Konfiguration grundsätzlich funktionieren kann.Prüfen Sie den Rückläufertext und ob nur diese eine Empfängeradresse betroffen ist.Empfänger über einen anderen Weg informieren oder später erneut senden. Als Absender können Sie das fremde Postfach nicht reparieren.
Zustellung: Eine Bounce-Nachricht weist darauf hin, dass die Empfängeradresse nicht existiert oder nicht gefunden wurde.Oft ist die Adresse falsch geschrieben, die Domain existiert nicht mehr oder das Postfach wurde entfernt. Auch Tippfehler in der Domain können solche Rückläufer auslösen.Kontrollieren Sie Schreibweise, Sonderzeichen, Domain-Endung und gegebenenfalls die Adresse aus einer früheren Korrespondenz.Adresse korrigieren und erneut senden. Wenn die Adresse aus einer Datenbank oder einem Formular stammt, sollte die Quelle bereinigt werden.
Zustellbarkeit: Die Nachricht wird angenommen, erscheint beim Empfänger aber im Spamordner.Die technische Zustellung kann erfolgreich gewesen sein, während Spamfilter die Nachricht als weniger vertrauenswürdig einstufen. Faktoren können SPF, DKIM, DMARC, Inhalt, Links, Anhänge, Versandvolumen, Reputation und Empfängerregeln sein.Prüfen Sie Domain-Authentifizierung, Absenderdomain, Versandquelle, Betreff, Links, Anhang und ob mehrere Empfänger dasselbe Verhalten beobachten.Domain-Einträge korrigieren, Versandquelle konsistent halten, auffällige Inhalte vermeiden und bei geschäftlichem Versand die Zustellbarkeit systematisch mit Administrator oder Anbieter prüfen.
Zustellbarkeit: Nachrichten von einer eigenen Domain verhalten sich uneinheitlich oder werden bei bestimmten Empfängern abgewiesen.Die Domain kann unvollständig oder widersprüchlich eingerichtet sein. Je nach Szenario spielen MX-Einträge, SPF, DKIM oder DMARC eine Rolle.Prüfen Sie, ob die Domain für Empfang und Versand sauber eingerichtet ist und ob alle tatsächlich genutzten Versanddienste in den Authentifizierungsmechanismen berücksichtigt sind.DNS-Einträge anhand der Anbieterangaben korrigieren. Bei mehreren Versanddiensten sollte die Konfiguration koordiniert werden, damit sich Systeme nicht gegenseitig widersprechen.
Zustellbarkeit: Empfänger berichten über Ablehnungen, oder Rückläufer deuten auf eine gesperrte beziehungsweise auffällige Versandquelle hin.Die IP-Adresse oder Versandinfrastruktur kann auf einer Blockliste stehen oder eine schwache Reputation haben. Das betrifft eher die Versandquelle als die einzelne Nachricht im Mailprogramm.Prüfen Sie den Rückläufertext, die verwendete Versandplattform und ob auch andere Empfänger oder Domains betroffen sind.Provider oder Administrator einbeziehen. Je nach Ursache müssen Versandquelle, Sicherheitsvorfälle, Massenversand, Fehlkonfigurationen oder Reputationsprobleme geprüft werden.
Konfiguration oder Zustellung: Der Versand mit großem Anhang scheitert oder die Nachricht kommt als unzustellbar zurück.Viele Sender- und Empfängersysteme begrenzen die Nachrichtengröße. Entscheidend ist nicht nur die Dateigröße auf dem Rechner, weil E-Mail-Anhänge beim Versand zusätzlich kodiert werden.Vergleichen Sie die Anhangsgröße mit den Grenzwerten des eigenen Anbieters und, soweit bekannt, des Empfängersystems.Anhang verkleinern, komprimieren oder einen geeigneten Dateiübertragungsweg nutzen. Bei wichtigen Nachrichten empfiehlt sich eine kurze Versandbestätigung ohne großen Anhang.
Transport: Nur bestimmte Empfänger erhalten die Nachricht nicht, andere aber schon.Dann ist die lokale SMTP-Einrichtung oft nicht die alleinige Ursache. Es kann am Zielsystem, an Empfängerfiltern, an Domainregeln oder an einer Bewertung der konkreten Versandquelle liegen.Vergleichen Sie betroffene und nicht betroffene Empfänger, prüfen Sie Rückläufer und fragen Sie nach, ob die Nachricht im Spam- oder Quarantänebereich gelandet ist.Den Rückläufertext auswerten und bei wiederkehrenden Fällen den Mailanbieter oder Administrator einbeziehen. Ohne Fehlermeldung ist die Prüfung auf Empfängerseite oft entscheidend.

Die Tabelle zeigt auch die wichtigste praktische Grenze: SMTP erklärt den Versand und die Weiterleitung, aber nicht jede fehlende E-Mail ist ein lokaler SMTP-Fehler. Wenn das Mailprogramm die Nachricht gar nicht an den Server übergeben kann, beginnt die Prüfung bei Servername, Port, TLS und Anmeldung. Wenn dagegen ein Rückläufer eintrifft, ist der Text dieser Nachricht meist aussagekräftiger als die lokale Kontoeinstellung. Wenn die E-Mail angenommen wird, aber im Spamordner landet, verschiebt sich die Frage zur Vertrauensbewertung durch Empfängersysteme.

FAQ zu SMTP, Versandfehlern und Rückläufern

Was bedeutet SMTP?

SMTP steht für Simple Mail Transfer Protocol. Es ist das Protokoll, mit dem E-Mails versendet und zwischen Mailservern weitergeleitet werden. Im Alltag begegnet es vor allem bei den Einstellungen für den Postausgangsserver.

Ist SMTP für Empfang oder Versand?

SMTP ist für den Versand und die Weiterleitung zuständig. Für den Zugriff auf empfangene Nachrichten im Postfach werden dagegen typischerweise IMAP oder POP3 verwendet.

Was ist ein SMTP-Server?

Ein SMTP-Server ist der ausgehende Mailserver, der eine Nachricht vom Mailprogramm oder von einem anderen Server annimmt und weiter in Richtung Zielsystem leitet. Bei einem Mailkonto ist er der Server, über den ausgehende Nachrichten versendet werden.

Was ist der Unterschied zwischen SMTP und IMAP?

SMTP versendet E-Mails. IMAP dient dem Abruf und der Synchronisierung des Postfachs, etwa damit gelesene, gelöschte oder verschobene Nachrichten auf mehreren Geräten gleich erscheinen. Deshalb verlangen Mailprogramme häufig getrennte Angaben für Posteingang und Postausgang.

Welcher SMTP-Port ist richtig?

Das hängt vom Anbieter und von der Konfiguration ab. In der Praxis wird Port 587 häufig für authentifizierten Versand durch Mailprogramme genutzt, Port 465 in vielen Konfigurationen für SMTPS und Port 25 typischerweise für Server-zu-Server-Zustellung. Maßgeblich sind die Vorgaben des jeweiligen Mailanbieters.

Was bedeutet Relay?

Relay bedeutet, dass ein Mailserver eine Nachricht annimmt und weiterleitet. Das kann legitim sein, wenn der Absender authentifiziert ist oder der Server für diese Weiterleitung zuständig ist. Ohne passende Berechtigung lehnen Server solche Weiterleitungen oft ab, um Missbrauch zu verhindern.

Warum kommt eine E-Mail zurück?

Eine zurückkommende E-Mail ist meist eine Bounce-Nachricht. Häufige Gründe sind eine falsche Empfängeradresse, ein volles Postfach, eine Ablehnung durch das Zielsystem, zu große Anhänge oder temporäre Zustellprobleme. Der genaue Rückläufertext ist der wichtigste Hinweis für die weitere Prüfung.

Warum landen gesendete E-Mails im Spam?

Spamfilter bewerten nicht nur den technischen Versand, sondern auch Vertrauen und Inhalt. Mögliche Faktoren sind SPF, DKIM und DMARC, die Reputation der Versandquelle, auffällige Links, Anhänge, Betreffzeilen, Versandmuster und individuelle Filterregeln beim Empfänger. Eine angenommene E-Mail kann daher technisch zugestellt sein und trotzdem im Spamordner erscheinen.

SMTP ist der Versandteil der E-Mail-Technik: Es übergibt und leitet Nachrichten über Mailserver weiter, während IMAP und POP3 für den Zugriff auf das Postfach zuständig sind. Diese Trennung erklärt, warum Mailprogramme getrennte Angaben für Posteingang und Postausgang verlangen.

Wer SMTP-Server, Authentifizierung, Port, TLS, Relay und Bounce-Nachrichten einordnen kann, versteht viele Fehlermeldungen deutlich besser. Bei Zustellproblemen lohnt sich zusätzlich der Blick auf SPF, DKIM, DMARC, Domain-Einstellungen, Reputation und die Hinweise in Rückläufern, ohne einzelne Ursachen vorschnell als alleinigen Grund anzunehmen.

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