Linux Mint installieren: Vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger

Linux Mint gehört zu den Betriebssystemen, die den Umstieg von Windows auf Linux besonders einfach machen. Die Oberfläche wirkt vertraut, wichtige Programme sind schnell eingerichtet, und die technische Basis bleibt stabil. Bevor Sie mit Mint arbeiten können, müssen Sie es jedoch sauber installieren. Genau dabei entstehen die meisten Probleme: fehlendes Backup, falsch geschriebener USB-Stick, ungünstige UEFI-Einstellung oder eine unklare Entscheidung bei der Partitionierung. Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Ablauf, damit Sie die Installation sicher und nachvollziehbar durchführen können.

Symbolbild: Aufgeklapptes Notebook mit eingeblendeter Linux Mint Installationsmaske auf dem Bildschirm. Daneben die Headline des Blogartikels.

Der Leitfaden nimmt Sie an die Hand: Sie laden die richtige ISO-Datei herunter, erstellen einen bootfähigen USB-Stick, starten den Rechner korrekt über BIOS/UEFI, prüfen Secure Boot und installieren Linux Mint entweder neben Windows oder als einziges Betriebssystem. An jeder kritischen Stelle erfahren Sie, welche Auswahl Sie treffen sollten und woran Sie erkennen, ob Sie gefahrlos weitermachen können.

1. Vorbereitung – was Sie vor der Installation benötigen

Bereiten Sie die Installation sorgfältig vor, bevor Sie den USB-Stick erstellen. Klären Sie zuerst Backup, Windows-Vorbereitung und freien Speicherplatz. Das gilt besonders dann, wenn Sie Linux Mint neben Windows installieren möchten.

  • Computer mit stabiler Internetverbindung: Die ISO-Datei ist mehrere Gigabyte groß. Eine LAN-Verbindung arbeitet zuverlässiger als schwaches WLAN.
  • USB-Stick mit mindestens 8 GB: Sie überschreiben den Stick vollständig. Sichern Sie vorher alle Daten vom Stick.
  • Aktuelles Backup: Kopieren Sie Dokumente, Fotos, Passwörter, Browserprofile und wichtige Projektdateien auf eine externe Festplatte oder in eine vertrauenswürdige Cloud.
  • Genug Zeit: Planen Sie 1–2 Stunden ein. Schließen Sie ein Notebook ans Netzteil an. Verhindern Sie während Installation und Update den Standby-Modus.
  • Hardware-Mindestwerte: Linux Mint läuft mit 2 GB RAM, arbeitet mit 4 GB oder mehr aber deutlich angenehmer. Für die Festplatte reichen 20 GB als Minimum; für dauerhafte Nutzung mit Programmen, Updates und eigenen Dateien empfehlen sich mindestens 100 GB.

Windows-Vorchecks für Dual-Boot: Sichern Sie zuerst den BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel, falls Ihre vorhandene Windows-Installation BitLocker zur Laufwerkverschlüsselung nutzt. Öffnen Sie dann die Systemsteuerung → „System und Sicherheit“ → „BitLocker-Laufwerkverschlüsselung“. Setzen Sie den Schutz für Laufwerk C: vorübergehend aus oder halten Sie den Wiederherstellungsschlüssel griffbereit. Deaktivieren Sie zusätzlich den Windows-Schnellstart: Systemsteuerung → „Energieoptionen“ → „Auswählen, was beim Drücken des Netzschalters geschehen soll“ → „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“ → Häkchen bei „Schnellstart aktivieren“ entfernen.

Platz für Linux Mint schaffen: Wenn Sie Mint neben Windows installieren möchten, verkleinern Sie Laufwerk C: in Windows, nicht im Linux-Installer. Öffnen Sie „Datenträgerverwaltung“ → Rechtsklick auf C: → „Volume verkleinern“. Für eine Testinstallation reichen 30–50 GB. Für dauerhaftes Arbeiten mit Programmen, Updates und persönlichen Dateien sind 80–150 GB sinnvoll. Lassen Sie den neuen Bereich danach als „Nicht zugeordnet“ stehen. Erstellen Sie dort unter Windows keine neue NTFS-Partition.

Firmware & Speichercontroller: Prüfen Sie später im Live-System zuerst, ob Linux Mint die interne SSD erkennt. Nur wenn keine interne SSD/NVMe erscheint, prüfen Sie im UEFI den Speichermodus. Linux Mint arbeitet am zuverlässigsten mit AHCI. Viele Windows-Notebooks verwenden jedoch Intel RST/RAID. Stellen Sie diesen Modus nicht unvorbereitet um: Windows kann danach nicht mehr starten, wenn Sie es vorher nicht vorbereitet haben. Die sichere Reihenfolge lautet: Backup erstellen, BitLocker-Schlüssel sichern, Windows im abgesicherten Modus vorbereiten, im UEFI von RST/RAID auf AHCI wechseln, Windows einmal starten lassen, danach Mint installieren.

Entfernen Sie vor der Installation alle unnötigen USB-Datenträger, Speicherkarten und externen Festplatten. So erkennen Sie im Installer eindeutig, welches Laufwerk Sie für Linux Mint verwenden möchten.

2. Die passende Edition von Linux Mint auswählen

Sie können Linux Mint mit drei Desktopoberflächen installieren. Der technische Unterbau bleibt gleich; Bedienung, Optik und Ressourcenbedarf unterscheiden sich. Cinnamon eignet sich als Standardwahl für aktuelle Notebooks und Desktop-PCs. Xfce empfiehlt sich, wenn Sie das System möglichst ressourcenschonend betreiben möchten. MATE bietet eine klassische Desktoplogik mit moderatem Ressourcenbedarf. Hier finden Sie einen Artikel, der die Unterschiede genauer erklärt.

EditionOptikEmpfohlene HardwareGeeignet für
CinnamonModern, ähnlich zu Windows 10/11ab 4 GB RAM angenehmaktuelle Notebooks, Desktop-PCs, Standardinstallation
MATEKlassisch, schlichtab 2 GB RAM nutzbarklassische Bedienlogik, moderater Ressourcenbedarf
XfceSchlank und anpassbarab 2 GB RAM, für knapp bemessene Hardware sinnvollressourcenschonender Betrieb, ältere oder leistungsschwächere Geräte

Empfehlung: Wählen Sie Cinnamon, wenn keine besonderen Gründe für eine leichtere Oberfläche sprechen. Wählen Sie Xfce, wenn Arbeitsspeicher, Prozessorleistung oder Grafikleistung knapp bemessen sind. Wählen Sie MATE, wenn Sie eine klassische, reduzierte Desktopoberfläche bevorzugen.

3. ISO-Datei herunterladen

Rufen Sie linuxmint.com/download.php auf, wählen Sie die gewünschte Edition, zum Beispiel „Cinnamon“, und laden Sie die 64-Bit-ISO von einem Spiegelserver herunter. Nutzen Sie nur die offizielle Linux-Mint-Webseite oder die dort verlinkten Spiegelserver. Ein typischer Dateiname lautet zum Beispiel linuxmint-22.3-cinnamon-64bit.iso. Wenn die Downloadseite eine neuere stabile Version anbietet, verwenden Sie diese und passen Sie die Befehle in dieser Anleitung an den tatsächlichen Dateinamen an.

Hinweis bei sehr neuer Hardware: Wenn der normale USB-Stick auf einem neuen Notebook nicht startet, WLAN fehlt, das Touchpad nicht funktioniert oder die interne SSD nicht erkannt wird, testen Sie die HWE-ISO von Linux Mint. HWE steht für „Hardware Enablement“ und enthält einen neueren Kernel für aktuelle Hardware. Für ältere oder normale Geräte reicht die Standard-ISO.

Speichern Sie die ISO in einem leicht auffindbaren Ordner, zum Beispiel „Downloads“. Der Browser darf die Datei nicht entpacken. Am Ende muss eine Datei mit der Endung .iso vorhanden sein.

Eine beschädigte ISO kann zu Bootproblemen, Installationsabbrüchen oder späteren Fehlern führen. Vergleichen Sie deshalb die SHA-256-Prüfsumme der heruntergeladenen ISO mit dem offiziellen Wert aus der Datei sha256sum.txt. Stimmen beide Werte nicht zeichengetreu überein, laden Sie die ISO erneut herunter.

Laden Sie neben der ISO möglichst auch die Dateien sha256sum.txt und sha256sum.txt.gpg vom gleichen Downloadverzeichnis herunter. Für die praktische Installation genügt mindestens die SHA-256-Prüfung. Wenn Sie zusätzlich die Herkunft der Prüfsummendatei absichern möchten, prüfen Sie die GPG-Signatur von sha256sum.txt.

Windows: Öffnen Sie den Downloads-Ordner. Klicken Sie oben in die Adressleiste des Explorers, geben Sie cmd ein und drücken Sie Enter. Ersetzen Sie im folgenden Befehl den Dateinamen durch den tatsächlichen ISO-Dateinamen:

certutil -hashfile linuxmint-22.3-cinnamon-64bit.iso SHA256

Linux: Öffnen Sie ein Terminal im Download-Ordner und führen Sie aus:

sha256sum -b linuxmint-22.3-cinnamon-64bit.iso

macOS: Öffnen Sie das Terminal, wechseln Sie in den Download-Ordner und führen Sie aus:

shasum -a 256 linuxmint-22.3-cinnamon-64bit.iso

Vergleichen Sie die ausgegebene lange Zeichenfolge mit dem passenden Eintrag in sha256sum.txt. Der Wert muss exakt gleich sein. Groß-/Kleinschreibung spielt bei Hexwerten keine praktische Rolle, fehlende oder andere Zeichen jedoch schon.

5. Einen bootfähigen USB-Stick erstellen

Kopieren Sie die ISO-Datei nicht einfach auf den USB-Stick. Schreiben Sie den Stick als bootfähiges Abbild. Nutzen Sie dafür ein geeignetes Tool. Stecken Sie den Stick möglichst direkt am Computer ein, nicht über einen USB-Hub. Sie löschen dabei alle Daten auf dem Stick.

5.1 Rufus (Windows)

  • Rufus herunterladen und starten. Die portable Version reicht aus.
  • USB-Stick einstecken und bei „Gerät“ den korrekten Stick auswählen. Prüfen Sie die Größe, damit Sie nicht versehentlich ein anderes Laufwerk überschreiben.
  • Bei „Startart“ auf „Auswahl“ klicken und die Linux-Mint-ISO auswählen.
  • „Partitionsschema“: GPT für moderne UEFI-Systeme. MBR nur für sehr alte Rechner ohne UEFI.
  • „Zielsystem“ setzt Rufus automatisch. Bei modernen Rechnern sollte „UEFI“ erscheinen.
  • Wenn Rufus fragt, verwenden Sie zuerst den ISO-Modus. Nur wenn der Stick später nicht startet, schreiben Sie den Stick erneut und wählen den DD-Modus.
  • „Start“ klicken, Warnung bestätigen, auf „Fertig“ warten und den Stick anschließend sicher auswerfen.

Falls der Zielrechner nicht vom Stick startet: Testen Sie einen anderen USB-Port, schreiben Sie den Stick in Rufus erneut, verwenden Sie den DD-Modus oder deaktivieren Sie im UEFI Secure Boot vorübergehend.

5.2 Balena Etcher (Windows, macOS, Linux)

  • Etcher installieren oder als portable Version starten.
  • Flash from file wählen und die ISO-Datei auswählen.
  • Select target anklicken und den richtigen USB-Stick auswählen.
  • Flash! starten und auf die automatische Validierung warten.

5.3 USB Image Writer (Linux)

  • „USB Image Writer“ starten.
  • ISO-Datei auswählen.
  • Zielstick auswählen und Schreibvorgang starten.
  • Nach Abschluss den Stick sicher auswerfen.

Verwenden Sie dd nur, wenn Sie die korrekte Gerätebezeichnung eindeutig geprüft haben. Ein falsches Zielgerät überschreibt sofort das falsche Laufwerk.

6. BIOS/UEFI aufrufen und Boot-Reihenfolge ändern

Starten Sie den Rechner neu und öffnen Sie am besten das einmalige Boot-Menü. Damit ändern Sie die dauerhafte Boot-Reihenfolge nicht und starten gezielt nur dieses eine Mal vom USB-Stick. Häufige Tasten sind F12, F11, F9, F8 oder Esc. Für das UEFI-Setup selbst nutzen viele Geräte F2 oder Entf.

HerstellerUEFI/SetupBoot-Menü
DellF2F12
Lenovo ThinkPadF1F12
Lenovo IdeaPadF2 oder Novo-TasteF12 oder Novo-Taste
HPF10F9
ASUSF2 oder EntfF8
AcerF2F12, ggf. im Setup aktivieren
MSIEntfF11

Hier finden Sie eine vollständige Liste mit allen Tastenkombinationen.

  • USB-Boot: Aktivieren Sie USB-Boot im UEFI.
  • UEFI bevorzugen: Wählen Sie im Boot-Menü den Eintrag, der mit „UEFI:“ beginnt.
  • Legacy/CSM vermeiden: Nutzen Sie Legacy/CSM nur, wenn der Rechner wirklich kein UEFI-Boot unterstützt.
  • Bootreihenfolge: Wenn Sie die Reihenfolge dauerhaft ändern, speichern Sie mit F10 und starten neu.

Wenn der Stick nicht angezeigt wird, testen Sie einen anderen USB-Port, erstellen Sie den Stick neu, deaktivieren Sie im Zweifel Secure Boot vorübergehend oder nutzen Sie das einmalige Boot-Menü statt der festen Bootreihenfolge.

7. Secure Boot – was tun bei Warnmeldungen?

Secure Boot erlaubt nur vertrauenswürdige Bootloader und Kernelmodule. Linux Mint startet auf vielen Systemen mit Secure Boot. Wenn der USB-Stick normal startet, lassen Sie Secure Boot zunächst aktiviert. Wenn der Stick nicht startet, hängen bleibt oder eine Sicherheitsmeldung erscheint, deaktivieren Sie Secure Boot vorübergehend im UEFI unter „Security“ oder „Boot“.

MOK-Einschreibung bei Nvidia oder anderen proprietären Treibern: Bei aktivem Secure Boot kann Linux Mint ein temporäres Passwort verlangen, wenn Sie einen Treiber installieren. Notieren Sie dieses Passwort sofort. Beim nächsten Neustart erscheint ein blaues Menü „MOK Manager“. Wählen Sie mit den Pfeiltasten „Enroll MOK“ → „Continue“ → „Yes“, geben Sie das Passwort ein und starten Sie neu. Danach darf das System den Treiber laden.

Bei Firmen-Notebooks können Secure Boot, TPM, BitLocker und Geräteverwaltung strengere Regeln erzwingen. Installieren Sie Linux Mint auf solchen Geräten nur, wenn Sie dazu berechtigt sind und die Wiederherstellungsschlüssel vorliegen.

8. Start vom USB-Stick und Live-System

Wählen Sie im Startmenü „Start Linux Mint“. Wenn der Bildschirm schwarz bleibt oder der Start bei einem Logo hängen bleibt, starten Sie erneut und wählen Sie zuerst „Compatibility Mode“. Hilft das nicht, markieren Sie „Start Linux Mint“, drücken Sie im UEFI-Startmenü die Taste e, ersetzen Sie in der Bootzeile quiet splash durch nomodeset und starten Sie mit F10. Nach erfolgreicher Installation richten Sie dann den passenden Grafiktreiber ein.

Die Live-Sitzung läuft vom USB-Stick und verändert die interne Festplatte noch nicht. Prüfen Sie vor der Installation die wichtigsten Geräte:

  • Tastatur: Testen Sie Umlaute, @, und Sonderzeichen. Bei falschem Layout wählen Sie unten rechts „Deutsch (Deutschland)“.
  • Netzwerk: Verbinden Sie WLAN oder stecken Sie LAN ein. Öffnen Sie im Firefox zwei Webseiten.
  • Touchpad und Maus: Testen Sie Linksklick, Rechtsklick, Scrollen und eine externe Maus.
  • Anzeige: Prüfen Sie die Auflösung. Bei sehr kleiner Schrift passen Sie später die Skalierung in den Anzeigeeinstellungen an.
  • Ton: Testen Sie ein kurzes Video oder öffnen Sie Systemeinstellungen → Ton.
  • Interne Festplatte: Öffnen Sie „Laufwerke“ und prüfen Sie, ob SSD/NVMe sichtbar ist.
  • Windows-Partition: Wenn Sie Dual-Boot planen, prüfen Sie im Dateimanager unter „Andere Orte“, ob Windows-Laufwerke sichtbar sind.

Optional, aber sinnvoll: Öffnen Sie „Laufwerke“ → interne SSD auswählen → Menü mit drei Punkten → „SMART-Daten & Selbsttests“. Wenn der Datenträger Fehler meldet, verschieben Sie die Installation, sichern Sie zuerst die Daten und prüfen Sie die Hardware.

Starten Sie die Installation, wenn Netzwerk, Eingabegeräte und interne Festplatte erkannt werden. Klicken Sie dafür auf dem Desktop auf „Install Linux Mint“.

9. Der Installationsassistent Schritt für Schritt

Sprache: Wählen Sie „Deutsch“. Dadurch richtet Mint Oberfläche, Datumsformate, Systemmeldungen und Standardprogramme auf Deutsch ein.

Tastatur: Wählen Sie „Deutsch (Deutschland)“ oder das passende Layout für Ihre Tastatur. Testen Sie im Eingabefeld unbedingt @, , Umlaute und Sonderzeichen. Das ist wichtig, wenn Sie später ein Passwort mit Sonderzeichen vergeben.

Netzwerk: Verbinden Sie sich nach Möglichkeit während der Installation mit dem Internet. Dann kann Mint Updates, Sprachpakete und zusätzliche Treiber direkt berücksichtigen. Wenn WLAN nicht funktioniert, installieren Sie zunächst per LAN oder offline und richten den WLAN-Treiber danach über die Treiberverwaltung ein.

Multimedia-Codecs und Drittanbieter-Software: Setzen Sie den Haken, wenn gängige Audio- und Videoformate sofort funktionieren sollen. Bei Nvidia-Grafikkarten richten Sie den passenden proprietären Treiber später über die Treiberverwaltung ein; bei aktivem Secure Boot kann die MOK-Einschreibung nötig werden.

10. Partitionierung – der wichtigste Schritt

Hier entscheiden Sie, ob Linux Mint Windows ersetzt oder daneben installiert wird. Lesen Sie jede Meldung genau. Sobald Sie eine Festplatte löschen oder eine Partition formatieren, können Daten verloren gehen. Wenn Ihnen die angezeigte Partitionsliste unklar erscheint, brechen Sie ab, prüfen die Laufwerke erneut und fahren erst danach fort.

  • „Linux Mint neben Windows installieren“: Wählen Sie diese Option für Dual-Boot, wenn der Installer Windows erkennt und bereits nicht zugeordneter Speicherplatz vorhanden ist.
  • „Festplatte löschen und Linux Mint installieren“: Wählen Sie diese Option nur, wenn Windows und alle Daten auf dieser Festplatte wirklich gelöscht werden dürfen.
  • „Etwas anderes“: Verwenden Sie diese Option für Systeme mit besonderen Anforderungen, etwa separate /home-Partition, mehrere Datenträger oder bewusst abweichende Partitionsgrößen.

UEFI und EFI-Partition: Moderne Rechner starten über UEFI. Dafür gibt es eine kleine EFI-Systempartition im FAT32-Format. Bei Dual-Boot verwenden Sie die vorhandene EFI-Partition weiter und hängen sie auf /boot/efi ein. Formatieren Sie diese Partition nicht. Wenn Sie die gesamte Festplatte löschen, erstellt der Installer diese Partition automatisch neu.

Swap: Linux Mint kann Swap als Datei oder Partition nutzen. In der Standardinstallation müssen Sie keine eigene Swap-Partition anlegen. Nur wenn Sie den Ruhezustand verwenden möchten, sollte der verfügbare Swap mindestens so groß sein wie der RAM.

SzenarioEmpfohlene AuswahlWas passiert?Worauf achten?
Linux Mint neben Windows„Neben Windows installieren“Mint nutzt den freien, nicht zugeordneten BereichWindows muss erkannt werden; EFI nicht formatieren
Windows vollständig ersetzen„Festplatte löschen“Alle Daten auf der gewählten Platte werden gelöschtRichtige Festplatte anhand Größe/Modell prüfen
Manuelle Installation„Etwas anderes“Root, optional Home und EFI werden selbst festgelegtNur verwenden, wenn die Partitionsstruktur klar ist
Getrenntes Home-VerzeichnisManuell/home liegt auf eigener PartitionPraktisch für spätere Neuinstallationen, aber nicht zwingend
Ruhezustand geplantManuell oder später anpassenSwap muss groß genug seinSwap mindestens RAM-Größe einplanen

Verschlüsselung: Eine vollständige Festplattenverschlüsselung schützt Daten bei Diebstahl, macht die Installation aber anspruchsvoller. Notieren Sie die Passphrase sicher und testen Sie vorher das Tastaturlayout. Auf Notebooks mit sensiblen Daten ist Verschlüsselung sinnvoll; auf stationären Testsystemen kann eine Standardinstallation ohne Vollverschlüsselung praktischer sein. Sichern Sie persönliche Daten unabhängig davon regelmäßig separat.

11. Benutzerkonto und Passwort einrichten

Vergeben Sie einen kurzen Benutzernamen in Kleinbuchstaben, zum Beispiel thomas oder anna. Verwenden Sie keine Leerzeichen, Umlaute oder Sonderzeichen, weil der Name später Teil des Pfads /home/benutzername wird. Der Rechnername darf ebenfalls einfach sein, zum Beispiel mint-laptop. Wählen Sie ein Passwort mit mindestens 12 Zeichen und verwenden Sie nicht dasselbe Passwort wie für ein Webkonto.

Aktivieren Sie „Automatisch anmelden“ nur auf einem stationären, privaten Gerät ohne sensible Daten. Auf Notebooks, gemeinsam genutzten Computern und Arbeitsgeräten sollten Sie beim Anmelden ein Passwort verlangen. Der erste Benutzer erhält Administratorrechte über sudo; für Systemänderungen fragt Mint daher Ihr Passwort ab.

12. Zusammenfassung und Installation starten

Kontrollieren Sie vor „Jetzt installieren“ drei Punkte: richtige Zeitzone, richtige Zielplatte und richtige Partitionsentscheidung. Bei Dual-Boot muss Windows erhalten bleiben. Die vorhandene EFI-Partition darf eingebunden, aber nicht formatiert werden. Wenn der Installer meldet, dass Partitionen formatiert werden, prüfen Sie die Liste genau und brechen Sie ab, falls Windows-Partitionen betroffen sind.

Starten Sie die Installation. Lassen Sie den Computer am Strom, schließen Sie den Deckel nicht und warten Sie, bis der Installer zum Neustart auffordert. Entfernen Sie den USB-Stick erst, wenn Linux Mint dazu auffordert oder der Rechner neu startet und wieder vom Stick booten würde.

Wenn nach dem Neustart direkt Windows startet, öffnen Sie das UEFI-Bootmenü und wählen Sie „Linux Mint“ oder „ubuntu“. In vielen UEFI-Menüs heißt der Linux-Mint-Bootloader aus technischen Gründen „ubuntu“. Setzen Sie diesen Eintrag in der Bootreihenfolge vor „Windows Boot Manager“.

13. Erster Start nach der Installation

Nach der Anmeldung öffnet sich das Willkommensfenster. Arbeiten Sie die ersten Punkte direkt ab: Updates installieren, Treiberverwaltung prüfen, Timeshift einrichten und Systemsprache vervollständigen. Wenn das Willkommensfenster nicht erscheint, öffnen Sie es über das Menü und suchen Sie nach „Willkommen“.

  • Treiberverwaltung: Öffnen Sie Menü → „Treiberverwaltung“. Installieren Sie bei Nvidia-Grafik oder bestimmten WLAN-Chips den empfohlenen proprietären Treiber.
  • Update-Manager: Öffnen Sie das Schildsymbol → Paketliste aktualisieren → alle Updates installieren → neu starten, wenn Mint einen Kernel oder Treiber aktualisiert hat.
  • Timeshift: Richten Sie System-Snapshots ein, damit Sie fehlerhafte Updates oder Experimente zurückrollen können.
  • Anzeige: Öffnen Sie Systemeinstellungen → Anzeige. Prüfen Sie Auflösung, Bildschirmskalierung und mehrere Monitore.
  • Systeminformationen: Öffnen Sie Menü → „Systeminformationen“. Dort sehen Sie Hardware, Kernel, Startmodus, Secure Boot und wichtige Gerätedaten.

Für eine schnelle Hardwareübersicht im Terminal können Sie ausführen:

inxi -Fxz

14. Updates installieren

Öffnen Sie zuerst den Update-Manager über das Schildsymbol. Klicken Sie auf „Aktualisieren“ und danach auf „Updates installieren“. So sehen Sie vor der Installation, welche Pakete Mint aktualisiert. Starten Sie den Rechner neu, wenn ein Kernel, Grafiktreiber oder systemnahes Paket aktualisiert wurde.

Wenn Sie das Terminal nutzen möchten, verwenden Sie:

sudo apt update
sudo apt upgrade

Firmware-Updates können über fwupd bereitstehen, vor allem bei Notebooks von Dell, Lenovo, HP und Framework. Prüfen Sie sie erst nach den normalen Systemupdates:

sudo apt install fwupd
sudo fwupdmgr refresh
sudo fwupdmgr get-updates
sudo fwupdmgr update

Aktivieren Sie im Update-Manager automatische Sicherheitsupdates, wenn Sie den Rechner privat nutzen. Auf Arbeitsgeräten ist ein fester Wartungstermin sinnvoller, damit Sie nach Updates kurz Drucker, VPN, Grafik und wichtige Programme prüfen können.

15. Eigene Software installieren

Unter Windows laden Sie häufig eine setup.exe von einer Webseite herunter. Linux Mint arbeitet anders: Sie installieren Programme vorzugsweise aus geprüften Paketquellen und aktualisieren sie zentral. Das macht die Wartung übersichtlicher. Nutzen Sie zuerst den Software-Manager, dann bei Bedarf Flatpak oder offizielle Herstellerpakete.

Für die meisten Programme ist diese Reihenfolge sinnvoll: Software-Manager, offizielle Paketquellen über apt, Flatpak, offizielles DEB-Paket des Herstellers, AppImage nur bei Bedarf.

15.1 Der Software-Manager: Einstieg wie im App-Store

Der Software-Manager ist der Standardweg für die Installation gängiger Programme. Öffnen Sie das Menü, suchen Sie nach „Software-Manager“, geben Sie den Programmnamen ein und klicken Sie auf „Installieren“. Mint kümmert sich um Abhängigkeiten und Updates. Programme wie VLC, GIMP, LibreOffice, Thunderbird oder KeePassXC lassen sich so bequem installieren.

Der Vorteil: Die Software stammt aus bekannten Quellen, wird über das System aktualisiert und lässt sich später genauso zentral wieder entfernen.

15.2 Terminal und apt: Schnell, präzise, skriptbar

apt ist die Paketverwaltung von Linux Mint. Wenn Sie den Programmnamen kennen, installieren Sie Software schnell über das Terminal:

sudo apt update
sudo apt install vlc

Updates installieren Sie mit:

sudo apt update
sudo apt upgrade

Lesen Sie vor der Bestätigung kurz, was installiert, aktualisiert oder entfernt wird. Wenn apt unerwartet viele Pakete entfernen möchte, brechen Sie mit n ab und prüfen die Ursache.

15.3 Flatpak: Neueste Versionen aus Flathub

Flatpak bringt Programme mitsamt vieler Abhängigkeiten in einer isolierten Umgebung auf den Rechner. Das ist praktisch, wenn die Version aus den Paketquellen zu alt ist oder ein Programm dort nicht angeboten wird. Viele Flatpaks erscheinen direkt im Software-Manager. Alternativ installieren Sie sie per Terminal:

flatpak install flathub org.videolan.VLC

Flatpak-Updates laufen über den Software-Manager oder per Terminal:

flatpak update

Flatpaks benötigen mehr Speicherplatz und haben eigene Berechtigungen. Wenn ein Flatpak keinen Zugriff auf einen Ordner hat, installieren Sie „Flatseal“ und prüfen dort die Rechte der Anwendung.

15.4 DEB-Pakete: Der klassische Hersteller-Download

Manche Hersteller bieten Programme als DEB-Paket an, etwa Browser, Videokonferenzsoftware oder Fernwartungstools. Laden Sie solche Dateien nur von der offiziellen Herstellerseite. Installieren Sie sie per Doppelklick oder im Terminal mit:

sudo apt install ./programmname.deb

Dieser Weg ist besser als dpkg -i, weil apt Abhängigkeiten sauber auflöst. Achten Sie darauf, ob der Hersteller ein eigenes Repository einrichtet. Nur dann erhält das Programm später automatisch Updates.

15.5 Fremdquellen und PPAs: Nur verwenden, wenn es wirklich nötig ist

Fremdquellen und PPAs können neuere Programme liefern, aber auch Updates blockieren oder Abhängigkeiten beschädigen. Fügen Sie eine Quelle nur hinzu, wenn die Software aus dem Software-Manager, per Flatpak oder als offizielles DEB-Paket nicht sinnvoll verfügbar ist.

Praktische Regel: Eine Fremdquelle ist nur dann sinnvoll, wenn sie direkt vom Hersteller oder einem vertrauenswürdigen Projekt stammt, klar gepflegt wird und Sie wissen, wie Sie sie wieder entfernen.

15.6 AppImage: Das Äquivalent zur portablen Windows-Exe

AppImages funktionieren ähnlich wie portable Windows-Programme: herunterladen, ausführbar machen, starten. Eine klassische Installation findet nicht statt. AppImages eignen sich für Programme, die Sie nur gelegentlich brauchen oder parallel zu einer anderen Version nutzen möchten.

Der Nachteil: Updates laufen meist nicht zentral über den Update-Manager. Sie müssen neue Versionen selbst herunterladen, sofern das jeweilige AppImage keinen eigenen Update-Mechanismus bietet.

Handhabung:

  1. Dateimanager öffnen: Öffnen Sie Nemo und wechseln Sie in den Ordner, in dem die .AppImage-Datei liegt.
  2. Eigenschaften öffnen: Rechtsklick auf die Datei → „Eigenschaften“.
  3. Zugriffsrechte setzen: Reiter „Zugriffsrechte“ öffnen und „Datei als Programm ausführen“ aktivieren.
  4. Starten: Fenster schließen und die AppImage-Datei per Doppelklick starten.

16. Typische Probleme und ihre Lösungen

16.1 WLAN funktioniert nicht

Prüfen Sie zuerst, ob WLAN per Taste, Schalter oder Software blockiert ist:

rfkill list
sudo rfkill unblock all

Ermitteln Sie danach den WLAN-Chip:

lspci -nnk | grep -iA3 network
lsusb

Öffnen Sie anschließend Menü → „Treiberverwaltung“. Wenn Mint einen proprietären Treiber empfiehlt, installieren Sie ihn und starten neu. Bei manchen Broadcom-Chips hilft:

sudo apt update
sudo apt install bcmwl-kernel-source

Wenn der Treiber vorhanden ist, aber keine Verbindung aufgebaut wird, starten Sie den NetworkManager neu:

sudo systemctl restart NetworkManager

16.2 Bildschirmauflösung oder Grafikprobleme

Bei schwarzem Bildschirm, flackernder Anzeige oder falscher Auflösung starten Sie zunächst im Compatibility Mode oder mit nomodeset. Öffnen Sie danach die Treiberverwaltung und installieren Sie bei Nvidia-Grafik den empfohlenen proprietären Treiber. Nach dem Neustart prüfen Sie Systemeinstellungen → „Anzeige“.

Zur Diagnose helfen diese Befehle:

inxi -Gxx
journalctl -b | grep -iE "nvidia|amdgpu|i915|nouveau"

16.3 Secure-Boot-Fehler beim Start

Deaktivieren Sie Secure Boot testweise im UEFI. Startet Mint danach, liegt das Problem meist an einem Treiber oder Kernelmodul, das nicht korrekt eingeschrieben wurde. Installieren Sie den Treiber erneut über die Treiberverwaltung und führen Sie beim nächsten Neustart die MOK-Einschreibung durch. Wenn der Linux-Bootloader fehlt, setzen Sie im UEFI den Eintrag „Linux Mint“ oder „ubuntu“ vor „Windows Boot Manager“.

16.4 Kein Ton

Öffnen Sie Systemeinstellungen → „Ton“ und wählen Sie das richtige Ausgabegerät. Prüfen Sie besonders bei Monitoren und Fernsehern, ob HDMI/DisplayPort statt der internen Lautsprecher ausgewählt wurde. Installieren Sie bei Bedarf pavucontrol:

sudo apt install pavucontrol
pavucontrol

Für Diagnose:

inxi -A
journalctl -b | grep -iE "alsa|pipewire|wireplumber|pulseaudio"

17. Erste Anpassungen und wichtige Programme

Richten Sie zuerst Timeshift ein. Timeshift sichert Systemzustände, aber nicht zuverlässig Ihre persönlichen Dokumente, Fotos und Projekte. Verwenden Sie deshalb zwei Sicherungen: Timeshift für Systemänderungen und ein separates Datenbackup für Ihre Dateien.

  • Timeshift: Wählen Sie den Rsync-Modus und als Ziel möglichst eine externe Platte oder zweite interne Partition. Wöchentliche Snapshots reichen für viele Nutzer.
  • Datenbackup: Sichern Sie Dokumente, Bilder und Projekte mit Deja Dup, Back In Time, Borg/Vorta oder einer externen Festplatte.
  • SSD-TRIM: Prüfen Sie mit systemctl status fstrim.timer. Falls nicht aktiv: sudo systemctl enable --now fstrim.timer.
  • Firewall: Aktivieren Sie die Firewall für normale Desktopnutzung mit sudo ufw enable. Geben Sie zusätzliche Dienste nur gezielt frei.
  • Alltag/Multimedia: VLC, GIMP, Flameshot, PDF Arranger, Thunderbird, KeePassXC.
  • Browser & Schriften: Firefox ist vorinstalliert; Chromium oder andere Browser installieren Sie bei Bedarf über den Software-Manager.
  • Cloud & Sync: Nextcloud Desktop oder Syncthing.
  • Gaming: Installieren Sie Steam und aktivieren Sie in Steam „Steam Play/Proton“. Nutzen Sie ProtonUp-Qt nur bei Bedarf für zusätzliche Proton-Versionen.

18. Tipps für den Umstieg von Windows

Windows-Partitionen erscheinen im Dateimanager Nemo unter „Andere Orte“. Wenn Linux Mint meldet, dass das Laufwerk nicht sauber ausgehängt wurde, starten Sie Windows, deaktivieren den Schnellstart und fahren Windows vollständig herunter. Verwenden Sie nicht den Ruhezustand, wenn Sie von Linux aus auf die Windows-Partition zugreifen möchten.

Fehlt Windows im Linux-Startmenü, installieren und aktivieren Sie os-prober:

sudo apt install os-prober
sudo xed /etc/default/grub

Setzen oder ergänzen Sie diese Zeile:

GRUB_DISABLE_OS_PROBER=false

Speichern, schließen und danach ausführen:

sudo update-grub
Windows-ProgrammMint-AlternativeHinweis
Microsoft OfficeLibreOfficeDOCX/XLSX funktionieren meist gut; komplexe Layouts vorher testen
PhotoshopGIMP oder KritaProfessionelle Adobe-Workflows sollten Sie vorher gezielt testen
OutlookThunderbirdIMAP, Kalender und Kontakte lassen sich je nach Anbieter einrichten
7-ZipArchivverwaltung / p7zipViele Archivformate funktionieren direkt im Dateimanager
OneNoteJoplinMarkdown, Synchronisation und Verschlüsselung möglich

Passen Sie Tastenkürzel unter Systemeinstellungen → „Tastatur“ → „Tastenkombinationen“ an. Der Dateimanager Nemo wird mit F3 zweigeteilt, was Dateiüberträge erleichtert. Über Rechtsklick auf das Panel ergänzen Sie Applets wie Update-Manager, Wetter oder Systemmonitor.

19. Sicherheit und Wartung

Linux Mint bleibt zuverlässig, wenn Sie Updates regelmäßig installieren, Software aus vertrauenswürdigen Quellen beziehen und Backups konsequent erstellen. Ein zusätzlicher Virenscanner ist auf einem normalen Linux-Desktop meist weniger wichtig als aktuelle Browser, vorsichtiger Umgang mit Fremdquellen und eine funktionierende Sicherungsstrategie.

IntervallAufgabeWerkzeug/Befehl
Täglich oder automatischSicherheitsupdates installierenUpdate-Manager
WöchentlichTimeshift-Snapshot prüfenTimeshift
WöchentlichPersönliche Daten sichernDeja Dup, Back In Time, Borg/Vorta oder externe Festplatte
MonatlichSSD-TRIM prüfensystemctl status fstrim.timer
VierteljährlichSMART-Werte prüfen„Laufwerke“ → SMART-Daten & Selbsttests

Installieren Sie Remotezugriff per SSH nur, wenn Sie ihn wirklich brauchen. Setzen Sie dann eine Firewall-Regel, deaktivieren Sie Root-Login und nutzen Sie nach Möglichkeit Schlüssel statt Passwörter:

sudo apt install openssh-server
sudo ufw allow OpenSSH
sudo ufw enable

Nach diesen Schritten haben Sie Linux Mint installiert, aktualisiert und für den Alltag vorbereitet. Bewahren Sie den USB-Stick noch einige Tage auf. Er dient im Notfall als Rettungssystem, um Daten zu kopieren, Bootprobleme zu reparieren oder Hardware erneut zu testen.

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