Welche Storage-Schnittstelle passt ins Rechenzentrum: iSCSI, Fibre Channel oder NVMe-oF?
Enterprise-Storage wird heute in heterogenen Umgebungen betrieben: Virtualisierung, Container-Plattformen, Datenbanken und Backup-Systeme greifen parallel auf zentral bereitgestellte Block- oder File-Ressourcen zu. Dabei entscheidet nicht nur das Storage-Array über Latenz, Durchsatz und Verfügbarkeit, sondern ebenso das verwendete Protokoll und die dazugehörige Netzwerk- bzw. Fabric-Infrastruktur. In der Praxis stehen Teams häufig vor der Aufgabe, bestehende SAN- oder Ethernet-Netze weiterzuverwenden, neue Workloads mit strengeren Latenzanforderungen anzubinden oder Migrationspfade zu definieren, ohne Kompatibilitätsprobleme bei Host-Adaptern, Switches und Multipathing zu riskieren. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Segmentierung, Authentifizierung und Betriebsmodell, etwa durch Mandantentrennung, Automatisierung und die Notwendigkeit, Störungen schneller einzugrenzen. Vor diesem Hintergrund stellt sich für Planung und Betrieb die konkrete Frage, welche Schnittstelle unter gegebenen Rahmenbedingungen die geforderten Service-Level realistisch erfüllt und welche technischen Grenzen, Abhängigkeiten und Interoperabilitätsanforderungen dabei zu beachten sind.

