Wie lange dauert das Klonen einer Festplatte oder SSD wirklich? Realistische Zeiten nach Laufwerk und Anschluss
Wer ein System auf ein neues Laufwerk umzieht oder vor einem Hardwarewechsel ein 1:1-Abbild erstellen will, greift häufig zum Klonen. In der Praxis prallen dabei Erwartungen und Realität aufeinander: Eine „500-GB-SSD“ wird nicht in Minuten geklont, nur weil der Rechner beim Kopieren großer Dateien manchmal hohe MB/s anzeigt. Klonen bedeutet, dass Daten strukturiert und konsistent von einem Datenträger auf einen anderen übertragen werden, oft inklusive Partitionen, Bootdaten und Dateisystem-Metadaten. Je nach Werkzeug kommen zusätzliche Schritte hinzu, etwa das Sperren von Volumes, das Umgehen belegter Sektoren, das Prüfen von Lesefehlern oder das Anpassen der Partitionsgröße. Die gefühlte Dauer wird außerdem durch Anschlussarten (intern vs. USB-Gehäuse), die tatsächlich gelesene und geschriebene Datenmenge, den Zustand des Quelllaufwerks und das Verhalten des Dateisystems geprägt. Dadurch entstehen typische Missverständnisse: ein langsamer Start, scheinbare Hänger bei 99 Prozent oder enorme Unterschiede zwischen „HDD auf SSD“ und „NVMe auf NVMe“, obwohl die Kapazität identisch wirkt.


